Tae Kwon Do - Allgemein
Der Weg des Taekwondo nach Deutschland
Mit den in Deutschland stationierten Amerikanern wurde der Taekwondo Sport nach Deutschland importiert und fand sehr schnell eine kleine Anhängerschaft, die ihre neue Sportart fanatisch betrieb und mit einem missionarischem Eifer kräftig die Werbetrommel rührte.
Bereits damals spielte das Land Bayern in Sachen Taekwondo eine große Rolle, denn die erste Taekwondo Abteilung wurde im Jahr 1964 beim TV Garmisch, dem Traditionsverein aus Garmisch-Partenkirchen von Hans Vierthaler und dem US-Amerikaner Mike Anderson gegründet.
Im Herbst des Jahres 1965 besuchte eine koreanische Taekwondo Delegation verschiedene deutsche Städte und führte unter den ungläubigen Augen der Medien die neue Sportart vor. Die meisten Journalisten waren offensichtlich von den blitzschnellen Bewegungen fasziniert, allerdings konnten sie sich keinen Reim daraus machen, weshalb ziemlich schmächtige Koreaner markerschütternde Schreie ausstießen, um danach dicke Bretter mit den Händen und Füßen durchzuschlagen. Entsprechend zynisch fielen die meisten Kommentare aus.
Im September 1968 wurde Taekwondo beim Deutschen Judo Bund (DJB) als eine Sektion aufgenommen.
Bereits zwei Monate später fand in München....also wiederum in Bayern ....die erste Deutsche Taekwondomeisterschaft statt, an der damals nur Männer teilnehmen durften.
Erst ab dem Jahr 1975 gab es auch für die Frauen die Möglichkeit bei den Meisterschaften an den Start gehen zu dürfen.
Im Mai 1973 wurde in der Sportarena des Kukkiwon, dem Taekwondozentrum der World Taekwondo Federation (WTF), die erste offizielle Weltmeisterschaft der Herren ausgetragen. Seit dieser Zeit werden diese im zweijährigem Rhythmus ausgetragen.
Seit dem Jahr 1979 gehen auch Frauen bei den Weltmeisterschaften an den Start.
Als Selektion des Deutschen Judo Bundes (DJB) führte Taekwondo ein Schattendasein. Dieses änderte sich erst 1971, als Heinz Marx....ein in München lebender Berliner......den deutschen Verband mit damals 525 Mitgliedern übernahm und beharrlich für den Aufbau sorgte. In den letzten Jahren ist die Zahl der Mitglieder stetig gewachsen.
Trot der Initiative von Heinz Marx, herrschte in Deutschland ein verbands-politisches Desaster. Wegen der Profilierungsucht vieler Kampfsportler wurden unzählige Verbände ins Leben gerufen, die allerdings ebenso schnell wieder in der Versenkung verschwanden. Erst nach der Gründung der Deutschen Taekwondo Union e.V. (DTU)
am 20.06.1981, die Mitglied des Deutschen Sport Budes (DSB) wurde, erfolgte ein bis heute anhaltender Mitgliederanstieg und eine immer perfekter arbeitende Verbandorganisation.
Präsident des neuen Verbandes war Heinz Marx.
Der jetzige Präsident der DTU ist Heinz Gruber.
Ein Jahr später, am 01.01.1982 wurde die Bayerische Taekwondo Union (BTU) gegründet, die zum 01.05.1983 als Mitglied des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) aufgenommen wurde.
Auch die BTU hat innerhalb der letzten 25 Jahre einen rasanten Mitgliederzuwachs verzeichnet. Von ehemals 73 Vereinen in denen ca. 3000 Mitglieder trainierten, sind es mittlerweile ca. 180 Vereine mit knapp 16000 Mitgliedern.
Von den Vereinsvertretern wurde damals Walter Schwarz zum Präsidenten der BTU gewählt. Der amtierende Präsident der BTU ist Reiner Hofer.
Der Vizepräsident ist Georg Streif.
( Bundestrainer Süd / Olympiateilnehmer Seoul 1988 / Weltmedaillengewinner )
