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Boxen - Wettkampf

Wer sich mit den Urteilen im Amateurboxsport befasst, muss mit den schwierigen und komplizierten Wertungsgrundsätzen vertraut sein. Neben der Beherrschung der Regeln ist aber auch eine durch langjährige Praxis erworbene Urteilsfähigkeit unerlässlich. Zur Beurteilung wer Sieger ist, reicht es nicht aus nur zu wissen, dass als Wertungspunkte Treffer, Verteidigung, Nahkampf, Technik und Verwarnungen gezählt werden, sondern vielmehr wann und wie diese Aktionen bewertet werden. Bei der Punktewertung werden berücksichtigt:

  • Treffer, der ungehindert mit dem Gewicht des Körpers und der Schulter gegen die vordere Hälfte von Kopf oder Körper oberhalb der Gürtellinie mit den Knöchelpartien gelandet werden
    1 Hilfspunkt
  • eine saubere und erfolgreiche Verteidigung mit Gegenstoss (aus der Reichweite) wird bei dieser Aktion einen Gegentreffer (siehe 1) erzielt, werden 2 Punkte vergeben.
    1 Hilfspunkt
  • jeder Nahkampf ohne Berücksichtigung der Einzeltreffer nach seinem Gesamteindruck
    1 - 2 Hilfspunkte
  • für Technik, Verteidigung, sauberes Boxen und genaueres Treffen sowie bessere Technik am Ende jeder Runde dem besseren, geschickteren Boxer
    1 - 2 Hilfspunkte
  • Verwarnungen - Regelverstösse, die der Ringrichter nicht ahndet, können auch vom Punktrichter bestraft werden. Es sind in diesem Falle dem Gegner des Verwarnten ebenfalls drei Punkte anzuerkennen.
    3 Hilfspunkte

Gewertet wird jede Runde mit 20 Punkten. Bruchteile von Runden werden nicht gegeben. Ein Wertepunkt sind 3 Hilfspunkte. Nach Beendigung jeder Runde werden die Hilfspunkte des Unterlegenen von der Summe der Punkte des Besseren abgezogen.